Göteborg lite grann ifrån ovan


Tillbaka i Göteborg 2 Sep 2010, 6:54 pm CEST

Idag har vi sett Göteborg lite grann från ovan. Vi har åkt Göteborgshjulet

Östra Hamngatan

Uppfarten till Göta Älvbron med Gasklockan i bakgrunden

Gångtunneln mellan Lilla Bommen och Nordstan, längre bak ser du Nils Ericssonplatsen

Barken Viking, Göta Älvbron och Läppstiftet

Här en vy över hamninloppet, tornet längst bak i bild till vänster är Masthuggskyrkan

Göteborgsoperan

Vip vagnen hängde efter oss hela tiden

Vi åkte runt fem eller sex gånger och kamerorna gick varma, jag försökte att lägga ner kameran och bara njuta av färden men det var inte lätt, för hela tiden dök det upp nya motiv

Das Erlebnis Riesenrad in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 2 Sep 2010, 6:34 pm CEST

Seit Frühjahr 2010 verfügt Göteborg über ein Riesenrad, das für zwei Jahre bei Lilla Bommen aufgestellt bleibt, bevor es dann nach Liseberg verlegt wird. Die lange Polemik und der Rechtsstreit, der dem Aufbau vorausging sind abgeschlossen und über die Rentabilität des Riesenrads gibt es keine sichere Aussage. Besucher Göteborgs nutzen das Angebot vor allem in der Hoffnung von oben aus ganz Göteborg zu entdecken.


Jene, die Fotos machen wollen, müssen sich leider entscheiden welche Seite der Stadt sie fotografieren wollen, denn den ganzen Nachmittag über scheint die Sonne von der Innenstadt aus auf die Gondeln des 60 Meter hohen Riesenrades, das den Namen Göteborgshulet erhielt, was die Dächer der Innenstadt nur im Gegenlicht zeigt. Oder man muss für die etwa 20 Minuten lange Fahrt einen grauen Tag wählen.


Von der höchsten Stelle des Riesenrads aus ist der Blick Richtung Hisingen beeindruckend, auch wenn er nicht mit einem Blick auf die Stadt vom Ramberget, dem Turm der Seejungfrau, der Aussicht von der Masthuggskyrkan oder selbst dem Riesenrad in Liseberg verglichen werden kann. Für viele dürfte der Unterschied vor allem das Kribbeln im Bauch sein, wenn die Gondel an der höchsten Stelle für eine Minute verweilt und leicht im Winde schaukelt.


Einen fantastischen Blick in 60 Meter Höhe findet man Richtung Älvsborgsbron, der die Werftanlagen, den Göta Älv, Ramberget, das TV-Haus, sowie den Freihafen und vor allem den Hafen von Lilla Bommen, der vom Läppstiftet und der Barken Viking dominiert wird, von der besten Seite zeigen. Bereits der Freihafen mit seiner Rennstrecke wirkt nur, wenn eine der Fähren nach England oder ein Kreuzfahrtschiff dort vor Anker liegt.


Wenn man Richtung Gasglocke und den Skansen Lejonet blickt, so entdeckt man die Hügelkette am Rande Göteborgs und hat den schwarzen Löwen auf dem Dach des früheren Festungsgebäudes fast zum Greifen nahe. Leider wird das Gullbergskajen mit seinen historischen Booten von grauen Gebäuden verborgen, ebenso wie auf der anderen Seite Eriksberg und Lindholmen überwiegend unsichtbar bleiben. Auch die breiten Straßen, die Bahngleise und die Reihe parkender Busse und Lastwagen zeigen Göteborg leider nicht von der besten Seite.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Mautgebühren in Göteborg auch für ausländische Fahrzeuge


Göteborg Aktuell 2 Sep 2010, 10:20 am CEST

Bereits kurz vor den schwedischen Lokalwahlen dieses Jahres wurden mehrere endgültige Entscheidungen zu den Mautabgaben, die in Göteborg mit dem Infrastrukturpaket eingeführt werden, gefällt. Einige der Entscheidungen treffen auch die Besucher Göteborgs, bzw. alle, die auf der Strecke ins Bohuslän, zum Vänern und nach Norwegen zwangsweise durch Göteborg fahren müssen.

Im ersten Schritt wurden die schwedischen Gesetze dahingehend geändert, dass auch ausländische Fahrzeuge die Maut in voller Höhe bezahlen müssen. Diese Entscheidung betrifft jedoch nicht nur Göteborg, sondern auch die Durchfahrt in Stockholm. Welches Bezahlsystem in Göteborg angewandt wird ist bisher jedoch noch nicht entschieden.

Die zweite maßgebliche Änderung, die alle Besucher Schwedens betrifft, ist die europäische Zusammenarbeit, die Schweden am 1. Juli 2010 mit Europa aufgenommen hat. Sowohl Polizei als auch Gerichtsvollzieher können nun europaweit Gebühren einziehen, was bei nicht termingerechter Bezahlung der Maut oder eines Protokolls wegen Falschparken zu erheblichen Kosten führen kann.

Herbert Kårlin

Insekten im Naturschutzgebiet Sandsjöbacka bei Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 1 Sep 2010, 9:19 pm CEST

Insekten reagieren auf Veränderungen ihres Milieus sehr sensibel, da sie auf gewisse tierische oder pflanzliche Nahrung angewiesen sind, auf Wasserstellen, Baumaterial und dann auch noch die Witterung eine gewisse Rolle spielt. Ohne Naturschutzgebiete wie Sandsjöbacka würden viele von ihnen aussterben und nur noch einige wenige Arten überleben.


Wer im Naturreservat Sandsjöbacka die Vielfalt an Schmetterlingen entdecken will, muss dort ab Frühling im Abstand von maximal vier Wochen seine Runde drehen, denn viele Schmetterlingsarten leben nur eine relativ kurze Zeit, da jede Art an einige wenige Pflanzenarten gebunden ist, wobei jedoch auch die Raupen in vielen Fällen nur bestimmte Nahrung zu sich nehmen und es sich dabei nicht unbedingt um die gleichen Pflanzen handelt, die die späteren Falter benötigen.


Auf der Suche nach Libellen, deren Artenreichtum im Naturschutzgebiet Sandsjöbacka erstaunlich ist, wird man zwar immer fündig, auch wenn sich die Weibchen nur kurze Zeit am Wasser aufhalten, während sie ihre Eier legen, da sie sonst von Männchen regelrecht vergewaltigt werden. Während sich daher die Weibchen mehr auf den Lichtungen aufhalten, schwirren die Männchen um die Gewässer, auf der Jagd nach Insekten, die ihre Hauptnahrung sind.


Sehr einfach sind in Sandsjöbacka auch Bienen, Hummeln, Wespen und vor allem Fliegen zu beobachten. Unter den Fliegen findet man hier mehrere Arten, die von vielen wegen ihrer Farbe und der Ähnlichkeit mit Hummeln und Wespen mit stechenden Insekten verwechselt werden, obwohl sie völlig harmlos sind. Die Mimikry schützt diese Fliegen gegen ihre Feinde, die sich ebenfalls von der Farbe täuschen lassen.


Weitaus schwieriger sind dann die verschiedenen Arten an Grashüpfern zu entdecken, die im Naturreservat Sandsjöbacka zu Hause sind. Aber mit einem geübten Auge und langsamen Bewegungen kann man in diesem Ausflugsgebiet auch die Vielfalt dieser Tiere entdecken. Bekannter ist dabei jedoch der Gesang der Männchen im Frühjahr und Sommer, wenn sie versuchen mit den schönsten Melodien die Weibchen anzulocken.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Bewohnte Seebuden nun endgültig illegal


Göteborg Aktuell 1 Sep 2010, 12:12 pm CEST

Nachdem nun mehrere Rechtsstreitigkeiten wegen zeitweise bewohnten Seebuden (Sjöbodar) vom obersten Gerichtshof in Schweden endgültig geklärt wurden, können nun sämtliche Gemeinden des Västra Götalands gegen illegalen Umbauten oder der Benutzung von Seebuden als Stuga oder Ferienwohnung unterbinden.

Nach den jüngsten Gerichtsbeschlüssen darf eine Seebude weder isoliert sein, noch Gardinen besitzen, keine Küche eingerichtet haben und weder über einen Esstisch, noch Sessel und Stühle verfügen. Auch der Anschluss von Wasser und Abfluss ist nun endgültig verboten. Es wurde daher eine klare Grenze zwischen Stuga und Sjöbod gezogen.

Alle Seebuden, die Umbauten erfuhren, damit sie auch als Sommerstelle benutzt werden können, müssen in ihren ursprünglichen Zweck zurückgesetzt werden. Sollten die Besitzer den Auflagen der Gemeinden des Västra Götalands nicht nachkommen, so können Erststrafen von 200.000 Kronen fällig werden, die sich alle drei Monate um weitere 30.000 Kronen erhöhen.

Herbert Kårlin

Das Naturreservat Sandsjöbacka in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 31 Aug 2010, 7:39 pm CEST

Das Naturreservat Sandsjöbacka umfasst insgesamt 17,7 Quadratkilometer und liegt in drei Gemeinden, nämlich Göteborg, Mölndal und Kungsbacka. Das Naturreservat Sandsjöbacka ist seit 1969 ein eingetragenes Naturschutzgebiet und gehört seit dem Jahr 2000 zu Natura 2000. Der größte Teil des Gebietes ist eine Heidelandschaft, die bis in die vorgeschichtliche Zeit zurückreicht.


Der Teil des Naturschutzgebietes, das zu Västra Götaland gehört ist zusätzlich ein Vogelschutzgebiet, was nicht nur bedeutet, dass gewisse Teile dieser Zone während der Brutzeit der Vögel nicht betreten werden dürfen, sondern auch, dass Hunde grundsätzlich nicht frei laufen dürfen und das Jedermannsrecht (Allemansrätt) im gesamten Naturschutzgebiet nicht angewendet werden darf.


Der Teil des Naturreservats Sandsjöbacka, der zu Göteborg gehört, wird vom Sisjön und einigen Teichen, sowie einem etwas ausgedehnteren Sumpfgebiet dominiert, wobei mehrere Wanderwege durch die bewaldete Heidelandschaft und rund um den Sisjön führen. Unter den Bäumen dominieren Tannen, Eichen und Birken, die Feuchtigkeit verkraften und keine zu hohen Ansprüche an die Bodenqualität stellen.


Das Naturschutzgebiet Sandsjöbacka bietet Naturliebhabern eine abwechslungsreiche Bewachsung, wobei einige der dort vorkommenden Moosarten bereits zu den geschützten Arten gehören, ebenso wie einige seltenen Heidegewächse, die hier wachsen. Diese Vielfalt an Pflanzen unterschiedlichen Milieus zieht auch eine gleiche Vielfalt an Insekten an, die man während eines Spaziergangs im Göteborger Sandsjöbacka beobachten kann.


Im Naturreservat Sandsjöbacka hat man bisher über 150 verschiedene Vogelarten beobachtet. Unter den Waldtieren findet man Elche, Füchse, Hasen, Dachse und andere Tiere, die sich in wild gehaltenem Wald wohl fühlen. Sandsjöbacka gehört jedoch auch zu den Gebieten Göteborgs wo sich noch Kröten, Frösche, Blindschleichen und Schlangen wohl fühlen, auch wenn man als Wanderer nur selten all diese Tiere zu sehen bekommt.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Promenad runt Sisjön


Tillbaka i Göteborg 31 Aug 2010, 6:54 pm CEST

Idag den sista dagen i sommarmånaden augusti har vi haft en solig dag med ca +18 grader och vi har varit på en fotopromenad runt Sisjön.

I Wikipedia kan man läsa följande om Sisjön:

Sisjön är en bad- och fiskesjö i Sandsjöbacka naturreservat, mellan Askim och Balltorp, en mil söder om centrala Göteborg. Kommungränsen mellan Mölndals kommun och Göteborgs kommun går i sjöns mitt.

Runt sjön går en vandringsstig som delvis utgör en del av Sandsjöbackaleden. På Mölndalssidan finns en badplats. Fiske är tillåtet, och det finns både abborre och gädda i sjön[1]. I samma område som Sisjön ligger det flera mossar, tjärnar och även två andra sjöar, Oxsjön och Fisjön.

Strax nordväst om sjön ligger Sisjöns vattentorn, ett riktmärke som syns på långt håll. Norr om sjön, nere i Fässbergsdalen ligger Sisjöns industriområde.

Klicka på bilderna så kan du se dem i större format
Solen glittrade så vackert i vattnet vid stigens kant

Citronfjärilen samlade nektar

Solen speglade sig i björnbären

Flugsvampen lyste så röd och grann

en kopparorm ringlade sig över stigen

Nyponen hade fått sin färg

Ljungen blommade och enligt ett talesätt så är sommaren slut när den blommar

men jag hoppas att vi får många fler sådana här blåa dagar framöver

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Immer mehr Kinder landen in Göteborg auf der Straße


Göteborg Aktuell 31 Aug 2010, 11:01 am CEST

In den ersten sechs Monaten waren sechzehn Kinder in Göteborg von Zwangsräumungen betroffen, deren Zukunft damit mehr als nur ungewiss ist. Die Regierung Göteborgs verfolgt, nach eigenen Aussagen, die Politik, dass Familien mit Kindern ihre Wohnung nicht verlieren dürfen und das Sozialamt rechtzeitig einschreiten muss. Die aktuellen Zahlen beweisen jedoch, dass diese noble Idee nicht in entsprechende Handlungen umgesetzt wird.

Wenn eine Familie ihre Miete nicht mehr bezahlen kann, so ist der erste Schritt ein Antrag beim zuständigen Sozialamt, das die Situation der Familie überprüft und im Normalfall bei vorübergehenden Schwierigkeiten und der Bereitschaft der Erwachsenen zu arbeiten finanziell einschreitet, damit der Familie Wohnung und Nahrung in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Steht der Gerichtsvollzieher mit dem Räumungsbefehl vor der Tür, so haben die Bewohner erneut einige Tage um mit dem Sozialamt Kontakt aufzunehmen. Für sechzehn Kinder, de von Räumungen betroffen waren, halfen diese Fristen nicht, denn am Räumungstag mussten sie die Wohnung mit dem, was sie tragen konnten verlassen, bevor der Gerichtsvollzieher das Türschloss austauschte. Lebensmittel, Pflanzen, schmutziges Geschirr und feuchte Textilien wurden von ihm unmittelbar weggeworfen. Die restliche Habe wird drei Monate lang eingelagert und der Familie nur ausgehändigt, wenn sie die Lagerkosten innerhalb der Frist bezahlen kann.

Herbert Kårlin

STENKUL


Viktor Trappsteg 30 Aug 2010, 6:35 pm CEST


Stenskulptur på Kungstorget.Borde ligga på något finare än gamla lastpallar.

Das Ausflugsgebiet Sisjön in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 30 Aug 2010, 5:08 pm CEST

Für viele ist Sisjön nichts anderes als ein Industriegebiet mit einer Ansammlung an Kaufhäusern jeder Art, obwohl schon der Name sagt, dass es sich um ein Gebiet handelt, das seinen Namen nach einem See (sjö) erhielt, der wiederum ursprünglich Skärsjön hieß, was soviel wie Grenzsee bedeutet, da er ursprünglich die Grenze zwischen Askim und Fässberg war. Aber dies liegt natürlich mehrere Jahrhunderte zurück.


Heute bildet der Sisjön die Grenze zwischen Göteborg und Mölndal, wobei er sich im größten Naturschutzgebiet Westschwedens, dem Sandsjöbacka Naturreservat befindet und eine Fläche von 2,76 Quadratkilometern umfasst, sowie von einem Wanderweg von 2,5 Kilometern umrundet wird.


Der Sisjön ist einer der beliebtesten Ausflugspunkte für die Bewohner Göteborgs und Mölndals, da man am im Sommer einen kinderfreundlichen Badeplatz mit großer Liegewiese auf der Mölndal-Seite findet. Da Hunden dieser Badeplatz verboten ist, sich hier Grillstellen befinden und ausreichend Abfalltonnen aufgestellt sind, verbringen viele ganze Tage an diesem saubereb und mit Wald umgebenen Badeplatz.


Rund um den See haben auch zahlreiche Angler ihre Lieblingsstellen gefunden, da man im See sowohl Flussbarsche als auch Hechte findet. Um diesem Hobby nachzugehen, benötigt man jedoch die gelbe Fischkarte. Da der Sisjön in einem Naturschutzgebiet liegt, ist hier das Jedermannsrecht nicht gültig. Zelten ist daher überall am See verboten, ebenso wie Reiten, das Entfernen von Pflanzen oder seine Hunde frei laufen zu lassen.


Die Wege um Sisjön sind auch für Läufer von großem Interesse, wobei hier auch viele regelmäßig für den GöteborgsVarvet trainieren. Während man von Frühling bis Anfang Herbst entlang des Wanderwegs um den Sisjön eine Vielzahl an verschiedenen Blumen, Insekten, Pilzen und Waldtieren finden kann, übernehmen ab Oktober Elchjäger an einigen Tagen das Revier, da die Umgebung auch zur Elchjagd freigegeben ist.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Frauenrolle und Musical beim Tanzfestival in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 30 Aug 2010, 4:27 pm CEST

Auch am letzten Tag überraschte das Göteborger Tanz- und Theaterfestival mit Vorstellungen, die ungewöhnlich sind und eine moderne Welt von Tanz und Theater zeigen, die versucht auch ein neues, breiteres Publikum für ihre Kunst zu finden, indem sie sowohl in Themen als auch in der Darstellung gegen Vorurteile gegenüber Tanz und Theater auf der Bühne angehen.

Ti Chelbè (Aly Karembé)

Kettly Noël, Tänzerin und Choreographin des getanzten Kampfes zwischen Mann und Frau im Stück „Ti Chelbè“ wurde auf Haiti geboren und begann in Paris Tanz zu studieren, um anschließend nach Mali zu ziehen um dort junge Tänzer auszubilden. Diese Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen und ihrer Rolle, die ihr als Frau zugeteilt wurde, erkennt man an jedem Schritt und jeder Geste von „Ti Chelbè“.

Ti Chelbè (Kettly Noël)

Während der 40-minütigen Darstellung des getanzten Dramas entwickelt sich eine ängstliche, zurückgezogenen Frau, in der sich die Unterdrückung von Jahrhunderten gespeichert hat, zur Person, die die männliche Dominanz in einem langsamen Kampf bändigt. Sie holt ihre Kraft aus einer Stärke, einer Wut, die jede Frau fühlt, die in ihrem gesamten Wesen und jeder Entscheidung nur von Männern dominiert wird.

Potatislandet

Auch in „Potatislandet“ (Das Kartoffelland) von Gunilla Heilborn stellt sich die Frage nach der Rolle der Frau - und der politischen Entwicklung Chinas. Bei diesem Stück, das die Choreographin als Musical bezeichnet, das aber eher einem komischen Drama-Musical mit Theatereinschlag gleicht, wird Tanz, Theater, Musical und absurde Komödie gemischt und zu einem persönlichen Werk Gunilla Heilborns verstrickt.

Potatislandet

Im gesamten Stück stellt sich immer wieder die Frage nach Glück und glücklich sein, einer Suche, die die gesamte Tanztheatergruppe vergebens zu suchen scheint und damit immer wieder in absurde Situationen gerät, was durch die musikalische Unterlegung, die auch zu bewussten Misstönen greift, noch unwirklicher macht, vor allem, wenn sich die Fragestellung teilweise direkt ans Publikum richtet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Flohmarkt als Kampf gegen Abriss in Göteborg


Göteborg Aktuell 30 Aug 2010, 11:47 am CEST

Seit die Svenska Mässan im Jahre 2008 ein Parkhaus zu einer Mehrzweckhalle umbauen will, sind zahlreiche historische Gebäude des Stadtteil Gårdas vom Abriss bedroht und sollen neuen Parkplätzen Platz machen. Und natürlich handelt es sich dabei nicht nur um historische Gebäude, die sogenannten Landshövdingehus Göteborgs, sondern auch um Mietwohnungen, die in Göteborg eine Mangelware sind.

Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, veranstalteten die Bewohner der Häuser nun einen Flohmarkt unter dem Motte „Wir wollen nicht unsere ganze Habe auf diese Weise verkaufen müssen.“ Für Bewohner, die hier mit günstiger Miete wohnen, bedeutet der Abriss nicht nur ihre geliebte Umgebung zu verlieren, sondern gleichzeitig auch den Anschluss an die Stadt, denn um eine Wohnung mit nur annähernd günstiger Miete zu finden, müssen sie den gesamten Einzugsbereich Göteborgs verlassen.

Als Grund für den Abriss nimmt das sozialistisch regierte Göteborg natürlich nicht das Argument, dass man Anwohner entwurzeln will und ökonomische Interessen vorliegen, sondern dass Wohnungen mit Außentoilette nicht mehr bewohnbar sind. Die Bewohner der Häuser stören sich nicht an diesem Detail, sondern lieben ihre alten Holzböden, ihre Spiegeltüren und die Gemeinschaft, die sich für die Bewohner entwickelt hat, die zum Teil seit 30 Jahren in diesen Häusern wohnen, aber auch jedes Jahr Studenten als Mieter willkommen heißen.

Herbert Kårlin

Die Aeroshow 2010 in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 29 Aug 2010, 8:14 pm CEST

Wie zu erwarten, war die dritte Aeroshow des Aeroseums in Göteborg, trotz einiger Regenschauer, ein Ereignis, das man nur selten bei einer Flugshow geboten bekommt. Schweden feierte mit der Aeroshow seine 100-jährige Fluggeschichte, was sich auch an der Liste der Teilnehmer auswirkte, die mit über 70 Luftgefährten zwei Tage lang eine einmalige Show am Himmel zeigten.

Götaverken GV-38

Auch wenn einige ausländische Gäste mit ihren Maschinen für so manchen Besucher den größten Anziehungspunkt der Aeroshow 2010 ausmachten, so bietet für Nicht-Göteborger die Flugshow auch eine lokale Sensation, da während der zwei Tage auch die Götaverken GV-38 des Göteborger Flugveteranenclubs in die Lüfte geht, die einzige noch fliegende Maschine dieser Art, die auch in Göteborg gebaut wurde.

PC-7 (Schweizer Luftwaffe)

Liebhaber von privaten historischen Flugzeugen konnten während der Aeroshow 2010 jedoch auch andere flugtechnische Wunder in der Luft verfolgen, denn sowohl die rund 100 Jahre alte Blériot XI als auch der Nachbau der Tummelisa, die der Pilot selbst baute, starteten an diesem Wochenende. Aerobaticsfreunde konnten auch den Kunststücken folgen, die Jan Emilsson mit seiner Sukhoi Su-29 am Sonntag selbst bei beginnendem Regen noch absolvierte.

Sk 61 Bulldog

Während man den Piloten der Swedish Air Force mit aktuellen Maschinen auch bei früheren Flugshows in Göteborg zusehen konnte, waren 2010 auch die Spezialisten an Formationsflug aus Dänemark (Dänische Flugschule), der Schweiz (Luftwaffe) und Italien (Luftwaffe) bei der Aeroshow vertreten, wobei der Ruf aller drei Equipes weltweit bekannt ist. Während Frecce Tricolore mit zehn Maschinen vertreten war, stiegen die Schweizer Piloten nur mit vier PC-7 in die Lüfte, was die Formation sehr gut verfolgen ließ.

Sukhoi Su-29

Unter den größeren Flugzeugen konnte man, unter anderem, die historischen schwedischen Ausbildungsflugzeuge Sk 16 Harvard, die 75 Jahre alte DC-3 der norwegischen Flugveteranen oder auch den letzten Landeanflug des Hubschraubers „Vertolen“ verfolgen, wobei der Helikopter in Zukunft im Aeroseum zu besichtigen sein wird. Und auch bei Geräuschpegel und Geschwindigkeit konnte man gewisse Unterschiede feststellen, denn während die Blériot XI gerade einmal 75 km/h erreichen kann, konnte die JAS 39 Gripen mit ihren bis zu 1350 km/h kaum mit den Augen verfolgt werden und verlangte beim Start die Anwendung von Ohrenstöpseln.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Die Segregation in Göteborg steigt


Göteborg Aktuell 29 Aug 2010, 1:32 pm CEST

Obwohl die Sozialdemokraten in Göteborg seit 16 Jahren an der Macht sind und gegen die Segregation angehen wollen, hat sich der Prozess bisher nicht einmal verlangsamt, sondern die Segregation steigt jedes Jahr etwas mehr. Kurz vor der Wahl erinnert sich die Partei erneut an ein altes Versprechen ohne auch nur ein Wort zur Lösung zu finden.

Segregation in Göteborg ist nicht nur die Einbindung von Immigranten in das schwedische Leben, sondern bezieht sich auf die gesamte Bevölkerungsschicht. Es werden mehr Kauf-Wohnungen geplant als Mietwohnungen, der Stadtteil als Wohnort entscheidet über Schulbildung und kulturelles Angebot, für Studenten werden keine Wohnheime gebaut und Einwandererer sein bedeutet soviel wie keine Arbeit zu finden.

Seit 16 Jahren wird verschiedenen Gruppen Göteborgs von Seiten der Sozialdemokraten Besserung versprochen ohne ein Programm vorzulegen. Göteborg als multikulturelle Stadt mit multikultureller Kultur wie dem Hammarkulle Karnevalen, Way Out West, dem Tanz- und Theaterfestival und anderen internationalen Ereignissen muss sich auch mit dem Problem Segregation auseinandersetzen um multikulturell bleiben zu können.

Herbert Kårlin

Frauenrolle und Musical beim Tanzfestival in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 28 Aug 2010, 11:29 pm CEST

Auch am letzten Tag überraschte das Göteborger Tanz- und Theaterfestival mit Vorstellungen, die ungewöhnlich sind und eine moderne Welt von Tanz und Theater zeigen, die versucht auch ein neues, breiteres Publikum für ihre Kunst zu finden, indem sie sowohl in Themen als auch in der Darstellung gegen Vorurteile gegenüber Tanz und Theater auf der Bühne angehen.

Ti Chelbè (Aly Karembé)

Kettly Noël, Tänzerin und Choreographin des getanzten Kampfes zwischen Mann und Frau im Stück „Ti Chelbè“ wurde auf Haiti geboren und begann in Paris Tanz zu studieren, um anschließend nach Mali zu ziehen um dort junge Tänzer auszubilden. Diese Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen und ihrer Rolle, die ihr als Frau zugeteilt wurde, erkennt man an jedem Schritt und jeder Geste von „Ti Chelbè“.

Ti Chelbè (Kettly Noël)

Während der 40-minütigen Darstellung des getanzten Dramas entwickelt sich eine ängstliche, zurückgezogenen Frau, in der sich die Unterdrückung von Jahrhunderten gespeichert hat, zur Person, die die männliche Dominanz in einem langsamen Kampf bändigt. Sie holt ihre Kraft aus einer Stärke, einer Wut, die jede Frau fühlt, die in ihrem gesamten Wesen und jeder Entscheidung nur von Männern dominiert wird.

Potatislandet

Auch in „Potatislandet“ (Das Kartoffelland) von Gunilla Heilborn stellt sich die Frage nach der Rolle der Frau - und der politischen Entwicklung Chinas. Bei diesem Stück, das die Choreographin als Musical bezeichnet, das aber eher einem komischen Drama-Musical mit Theatereinschlag gleicht, wird Tanz, Theater, Musical und absurde Komödie gemischt und zu einem persönlichen Werk Gunilla Heilborns verstrickt.

Potatislandet

Im gesamten Stück stellt sich immer wieder die Frage nach Glück und glücklich sein, einer Suche, die die gesamte Tanztheatergruppe vergebens zu suchen scheint und damit immer wieder in absurde Situationen gerät, was durch die musikalische Unterlegung, die auch zu bewussten Misstönen greift, noch unwirklicher macht, vor allem, wenn sich die Fragestellung teilweise direkt ans Publikum richtet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Garnelen eine Mangelware in Göteborg


Göteborg Aktuell 28 Aug 2010, 10:02 am CEST

Die Garnelen der schwedischen Westküste gehören wegen ihrem Geschmack und ihrer Größe seit Jahren zu einer Spezialität, die nicht nur in Göteborg gegessen wird, sondern auch nach ganz Europa exportiert wird. Nach 40 Jahren Hochkonjunktur kehren die Boote dieses Jahr mit immer geringerem Fangergebnis zurück.

Die Preise für ein Kilo Garnelen liegt diesen Sommer im Schnitt bei 400 Kronen, was einer Verdopplung des Preises entspricht. Sicher ist zum Teil auch der häufige Wind und das unruhige Meer ein Grund für die schlechten Fangergebnisse, aber selbst bei idealer Witterung gehen die Quoten kaum nach oben.

Auf Grund der schlechten Quoten machte daher das Meeresfischforschungsinstitut in Lysekil ein Testfischen mit feinmaschigen Netzen um den aktuellen Bestand an Garnelen zu erforschen. Das Ergebnis zeigte, dass nicht nur die großen, fischbaren Garnelen stark abgenommen haben, sondern auch der Bestand an Junggarnelen weit unter den üblichen Werten liegt und man daher davon ausgehen muss, dass Garnelen an der Westküste in den letzten Jahren überfischt wurden und unter Umständen Fangquoten festgelegt werden müssen.

Herbert Kårlin

Tanz-Installation beim Tanz- und Theaterfestival in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 27 Aug 2010, 12:53 pm CEST

Das Tanz- und Theaterfestival in Göteborg ist dafür bekannt den Strömen zu folgen und dem Publikum Tanz und Theater zu bieten, das sich sowohl in seiner Aussagekraft als auch seiner Darstellung aus der Masse hervorhebt. Um jeweils das maßgebliche Publikum zu erreichen, werden die Stücke auch auf entsprechenden Bühnen präsentiert.


Vier Nachmittage wurde daher die Tanz-Theater-Installation „Arabiska Mäns Mobbade Kroppar“ (Gemobbte Körper arabischer Männer) von Mellika Melouani Melani auf die Bühne des Kulturzentrums Röda Sten verlegt, eine Umgebung, wo die Herkunft einer Person unwichtig ist und modernste Kunst jeder Art zu Hause ist, die vor allem ein jüngeres Publikum anspricht.


Mellika, die die Theaterhochschule in Göteborg besuchte, hat mit ihrem Werk die Grenzen zwischen Installation, Tanz, Theater, Berichtserstattung und Musik überschritten indem sie alle Elemente in Einklang brachte und das etwa 30 Minuten lange Stück, das vier Stunden lang Non-Stop fortsetzt, auch als Anreihung von statischen Bildern betrachten, die in ihrer Gesamtheit zu einer zeitkritischen Aussage führen und von Originaldokumenten begleitet werden.


Wie auch andere Werke von Mellika Melouani Melani, so hat auch „Arabiska Mäns Mobbade Kroppar“ eine politische Aussage, die sich auf die Pauschalverurteilen der arabischen Bevölkerung nach dem Attentat am 11. September 2001 in New York bezieht, wo weltweit eine ganze Schicht der westlichen Bevölkerung aller Länder als verdächtig eingestuft wurde und viele Unschuldige von der Polizei verfolgt wurden.


Mellikas Beitrag zum Tanz- und Teaterfestival in Göteborg spielt sich in irgendeinem Vorort der westlichen Welt ab, wo die arabische Bevölkerung plötzlich zu einem Feinbild wurde und damit das Gleichgewicht zwischen Tatsache und Vorurteil plötzliche ins Wanken geriet und allein die Hautfarbe einer Person ein Anlass zum Mobbing wurde.

Copyright Text und fotos: Herbert Kårlin

Polizei stoppt Klima-Demonstration in Göteborg


Göteborg Aktuell 27 Aug 2010, 11:18 am CEST

Obwohl das schwedische Grundgesetz im Prinzip jede Art von Demonstration erlaubt, wurde nun eine bereits im April beantragte Genehmigung zu einer Klima-Demonstartion per Fahrrad von der obersten Polizeibehörde im Västra Götaland verboten, weil der Straßenverkehr über eine längere Zeit hinweg erheblich gestört würde.

Mehrere ökologische und linke Parteien Göteborgs wollten mit einem zweistündigen Fahrrad-Korso entlang der Avenyn und der Östra Hamngatan kurz vor den schwedischen Wahlen auf Probleme der Umweltpolitik aufmerksam machen, die vor allem von den regierenden Parteien des Landes als nicht existent betrachtet werden. Nach schwedischem Recht dürfen entsprechende Demonstration nur unter sehr wenigen, schwerwiegenden Gründen abgelehnt werden.

Das von der Polizeibehörde angeführte Argument der Verkehrsbehinderung wird dieses Jahr erstmals als Argument angeführt, nachdem die Behörden es bisher bei kulturellen Veranstaltungen als völlig normal fanden selbst über mehrere Stunden hinweg Straßen zu sperren. Auch die Aussage, dass diese Veranstaltungen alle bereits in der Tradition verankert sind, halten wenig, nachdem erst vor wenigen Tagen für das erste Göteborg City Criterium ebenfalls Straßen gesperrt wurden.

Herbert Kårlin

Holzmesse und Kunst in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 26 Aug 2010, 7:31 pm CEST

Die Holzmesse Trä & Teknik bedeutet in Göteborg nicht nur Maschinen und Geräte jeder Größenordnung zu finden und alles zu entdecken was auch nur im entferntesten mit Holz, Holzbehandlung und Möbelbau zu tun hat, denn durch die Zusammenarbeit mit Wood Fusion ist die Göteborger Holzmesse auch für Architekten, Möbeldesigner und Ausbildungseinrichtungen in Holzberufen interessant geworden.


Bereits bevor man die Messe betritt, stößt man auf Holzskulpteur Lars Hyttel, der mit Hilfe einer Motorsäge seine Kunstwerke entstehen lässt, die in Ausstellungen, Eingangshallen von Firmen und auf Spielplätzen zu finden sind. Der Künstler hat vor der Messehalle nicht nur einige seiner Schöpfungen ausgestellt, sonder ist während der drei Tage auch damit beschäftigt eine neue überdimensionale Holzskulptur herzustellen.


Wer sich dann in den Messeräumen auf die Suche nach Wood Fusion macht, entdeckt eine Ausstellung, die modernes Holzdesign darstellt , unter anderem Werke von Fredrik Färg, einem Absolventen der Göteborger Hochschule für Design und Kunsthandwerk (HDK), der mittlerweile mit zu den anerkanntesten europäischen Holzdesignern gehört und mehrere Materialien in seinen Werken integriert.


Wer sich für individuelle Möbel interessiert, findet auf der Messe Trä & Teknik in Göteborg auch einen Stand mit sehr individuellen Einrichtungsideen, denn bei Ölunds gibt es nichts, was man nicht aus Holz herstellen könnte, wobei der Möbelkünstler auch den Ideen seiner Kunden folgt. Während bereits seine Tische, Stühle und Regale die Augen der Besucher anziehen, so ist seine Badewanne aus Holz ein Meisterwerk, an dem niemand einfach vorbei geht.

Jugendliche interessieren sich für eine Ausbildung im Holzbereich

Aber wer von Holz redet interessiert sich nicht nur für die modernste Technik, sondern auch für die Geschichte, die Holz erzählen kann. Dies ist auch einer der Gründe, warum das schwedische Holzmuseum aus Veddige einen großen Stand auf der Göteborger Holzmesse belegt. Das Museum verfügt nicht nur über eine Bohrmaschine aus der Eisenzeit, funktionierende Geräte aller Epochen und Holzwerkzeuge aus mehreren Jahrhunderten, sondern ist mit eigenen Schöpfungen bereits viermal im Guinness Buch der Rekorde verzeichnet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin
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