Trinkwasser vom Vänern nach Göteborg


Göteborg Aktuell 13 Mar 2010, 10:43 am CET

Jedes Jahr kommt mehr Wasser zum Vänern als dieser dann an den Göta Älv weitergeben kann. Die Folge sind Überschwemmungen, die bereits Häuser am Rande des Sees bedrohen und fordern eine baldige Lösung. Einer der aktuellen Vorschläge ist der Bau eines Tunnels als Abwasserleitung ins Bohuslän, der damit den Vänern regulieren soll, aber gleichzeitig schwere Folgen für die Schären des Bohuslän mit sich führen kann.

Göteborg hat steigende Probleme mit seiner Trinkwasserversorgung, da das Flusswasser rund 100 Tage im Jahr so verschmutzt ist, dass es vom Wasserwerk nicht zur Aufbereitung abgepumpt werden kann. Gleichzeitig ist das Tunnelsystem vom Göta Älv zur Wasseraufbereitung dem Kollaps nahe und kann von einem Tag zum anderen einstürzen. Seit 40 Jahren hat niemand mehr den Tunnel kontrolliert und ein Einsturz wird mit jedem Tag wahrscheinlicher, der Göteborg in bedeutende Trinkwasserprobleme bringen wird. Eine neue Lösung muss auch hier dringend gefunden werden.

Nun haben sich mehrere einflussreiche Politiker des Älvdalen zusammengesetzt, um über die beiden Wasserprobleme zu diskutieren und kamen zum Ergebnis, dass beide Probleme gelöst werden könnten, indem ein 100 Kilometer langer Tunnel für Trinkwasser zwischen Vänern und dem Göteborger Wasserwerk gebaut wird. Die Lösung scheint einfach, ist jedoch kostenaufwendig und kann nur als langwieriges Projekt betrachtet werden. Nach ersten Erkenntnissen benötigt die Ausführung des Projekts zwischen 40 und 50 Jahren. Überschwemmungen und andere Wasserprobleme, die bis dahin im Vänergebiet und in Göteborg verursacht werden können jedoch kaum so lange warten.

Herbert Kårlin

Dionysos am Gamle Port der Östra Larmgatan in Göteborg


Göteborg - Öffentliche Kunst 12 Mar 2010, 7:10 pm CET


Auch wenn das Restaurant mit Nightclub Gamle Port an der Östra Larmgatan in Göteborg schon seit 1918 ein Restaurant ist, das den Namen des früher in der Nähe liegenden Stadttors hat, so findet sich die Skulptur des griechischen Weingottes Dionysos erst seit jüngerer Zeit über einem der Eingänge. Da es sich beim Gamle Port in der Regel auch um Trinken handelt, vor allem im Nightclub, ist Dionysos ein geeignetes Symbol für das Gebäude, selbst wenn die Ausschweife des Gottes nicht ganz zum schwedischen Bild passen und der Alkoholgenuss nicht propagiert wird.

Dionysos wird hier von dem ungenannten Künstler mit zweien seiner typischen Symbole dargestellt, seinem Weinkelch und Weintrauben. Dionysos war jedoch nicht nur der Gott des Weines, der den Erdbewohnern den Weinstock schenkte, sondern auch der Gott der Freude, der Fruchtbarkeit und der Ekstase. Sowohl die Griechen als auch die Römer sahen den etwas merkwürdigen Gott jedoch nicht gerne in ihrer Nähe, da er ständig von einem lärmenden, betrunkenen Gefolge umgeben war. Leider ist der Name des Künstlers, der die kupferne Figur geschaffen hat, unbekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Dykanden vigg i Mölndalsån i Göteborg


Bilder från Göteborg 12 Mar 2010, 5:11 pm CET


Viggen är en dykand som övervintrar i Mölndalsån i Göteborg.

Die Reiherente gehört zu den Tauchenten und überwintert
am Mölndalsån in Göteborg.


Le fuligule morillon fait partie des canards plongeurs et reste
même en hiver sur le Mölndalsån à Göteborg.


Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Junge Unternehmer, die Messe Våga Vara Egen in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 12 Mar 2010, 4:10 pm CET

Fast ein Jahr lang haben Schüler der Göteborger und westschwedischen Gymnasien Zeit eine Geschäftsidee zu verwirklichen. In Gruppen von zwei, drei oder mehreren können sie eine Firme vorbereiten und Produkte schaffen, die als Marktlücke betrachtet werden. Als krönender Abschluss winkt dann die Messe Våga Vara Egen in der Svänska Mässan in Göteborg.


Auf der diesjährigen Messe in Göteborg konnte man 240 Stände finden, die eine Vielzahl an Produkten anboten, angefangen von jenen, die man jedes Jahr in irgendeiner Weise wieder findet, bis zu eigenen Erfindungen oder Schöpfungen. Einige dieser Ideen werden sicher auch nach der Messe weiterleben, wenn auch nicht mehr unter der Form Ung Företagsamhet, sondern in Form eines kleinen Unternehmens.


Einige der Aussteller konnten mit absolut professionellen Ideen aufwarten und hatten in ihrer Präsentation weder das Logo und die Website, noch den Prospekt oder die professionelle Gestaltung des Standes vernachlässigt, während so manch andere der Jungunternehmer Interessenten nur an einen Stand locken wollten, an dem man dann vielleicht bedruckte T-Shirts fand, die sich jeder, der einen Drucker zu Hause hat, auch selbst herstellen kann.


Bei der Messe Våga Vara Egen in Göteborg waren, wie üblich, Kleidung, Schmuck und Backwaren sehr stark repräsentiert. Während bei Backwaren mehr auf Geschenkprodukte gesetzt wurde und nur wenige wirklich individuelle Produkte angeboten wurden, zeugte der Schmuck von Kreativität bei denen sich die verschiedenen Stände kaum Konkurrenz machten, da jeder Stand ein eigenes Publikum ansprach. Und selbst bei Kleidung ragten einige der Stände hervor, so jener von DreamCastle, an dem Frida und Susanne ökologische Gothic Lolita Kleidung anboten.


Einige der interessantesten Angebote der Messe waren auch eine Halskette und eine USB-Speicherkarte, die gleichzeitig als Überfallalarm dienen konnte, Topfuntersetzer, die mit dem Topf transportiert werden konnten, Übernachtungskits für alle Notfälle, Pillenbehälter mit Erinnerungston, die dezenten, gefüllten Kondombehälter Secret-Box oder auch ökologisch hergestellte Espadrilles mit verschiedenen Drucken, deren Verkauf gleichzeitig Hilfsorganisationen zu Gute kam.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Kleidertausch im Kulturhaus in Västra Frölunda, Göteborg


Göteborg Aktuell 12 Mar 2010, 10:05 am CET

Nach dem Erfolg der Aktion Bytiken während des letztjährigen Kulturfestes in Göteborg setzt sich die Aktion des Kleidertausches in der Stadt fort. Im Sommer konnte man bereits im Vasaparken Tauschaktionen durchführen und nun setzt sich die Aktion am 13. März im Kulturzentrum Frölunda fort.

Wer Kleidung hat, die in gutem Zustand ist, aber aus welchem Grund auch immer sie nicht mehr tragen will oder kann, hat am Samstag Nachmittag die Möglichkeit bis zu zehn Kleidungsstücke zu tauschen. Nichts hat mehr Sinn als Kleidung, die zu groß oder zu klein wurde, oder die einem einfach nicht mehr gefällt oder nie gefallen hat einzutauschen statt wegzuwerfen oder im Schrank verstauben zu lassen.

Die Aktion geht sehr einfach von statten, denn jeder, der tauschen will kann seine Kleidungsstücke zwischen 13 und 14 Uhr 30 einreichen und erhält für jede Bluse, Kleid oder Hose ein Ticket, das ihm/ihr dann ab 15 Uhr ermöglicht die gleiche Anzahl an Kleidungsstücken auszulösen, die eingereicht wurde. Für Unterhaltung während der Aktion sorgt die Sängerin Anniella.
Herbert Kårlin

NYKLIPPT


Viktor Trappsteg 12 Mar 2010, 9:13 am CET

Nyklippt och redo för vårens knoppar.

Större hackspett i en ek i Göteborg


Bilder från Göteborg 11 Mar 2010, 6:17 pm CET


Den större hackspetten lever främst i löv- och blandskog och hackar
sitt bo i en asp, björk eller ek. I Göteborg häckar många hackspettar i ekar.


Der Buntspecht bevorzugt Laub- und Mischwald und hackt sein Nest
oft in Pappeln, Birken oder Eichen. In Göteborg
isten viele Buntspechte in Eichen.


Le pic épeiche préfère les forêts de feuillus et les forêts mixtes.
Il creuse son nid souvent dans les peuplier, les bouleaux et les chênes.
À Göteborg le pic épeiche niche souvent dans les chênes.


Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Sicherheitsgitter an der alten Köpmansbanken in Göteborg


Göteborg - Öffentliche Kunst 11 Mar 2010, 5:39 pm CET


Fast alle, die die Södra Hamngatan entlang bummeln bewundern die Gebäude entlang der Straße und werfen einen Blick auf die Statue des Kartoffelkönigs Jonas Alströmer, aber sie verpassen ein anderes Kunstwerk aus dem Jahre 1891, das einst die Köpmansbank Göteborgs schützte.

Es handelt sich dabei um das schmiedeeiserne Sicherheitsgitter am Eingang des Hauses mit der Nummer 23. Das Werk sollte nicht nur dem Prunk des Gebäudes angepasst werden und reich verziert sein, sondern auch den Eingang des Hauses gegen Einbruch schützen. Das Ergebnis war zum einen ein sehr stabiles Gitter, zum anderen aber findet man ein aufwendig bearbeitetes Gitter mit zahlreiche Rosetten und selbst dem Göteborger Löwen in künstlerischer Form.

Das Sicherheitsgitter wurde mit der Signatur des Schmiedes und Unternehmers Edvin Albert Rosengren gezeichnet, der im Laufe der Jahre ein bedeutendes Unternehmen für Tresore aufbaute, das heute noch existiert. Rosengren war, auch als Kaufmann, in erster Linie Künstler, was dazu führte, dass er im Jahre 1897 auf der Stockholmausstellung die Goldmedaille für die Gestaltung seiner Tresore bekam, da sie nicht nur sicher, sondern auch äußerst dekorativ waren.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Tage Andersens Kamelienausstellung in der Trädgårdsföreningen in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 11 Mar 2010, 4:31 pm CET

Für alle Gartenliebhaber ist der Name Tage Andersen ein Begriff und jeder, der sich für Kamelien interessiert, hat seinen Namen sicher bereits gehört oder gelesen, da der dänische Gartenkünstler und Gartengestalter vermutliche über die bedeutendste Kameliensammlung Europas verfügt, von denen er einen Teil zwischen dem 6. März und dem 5. April in der Trädgårdsföreningen in Göteborg ausstellt.


Tage Andersen öffnete seinen ersten Blumenladen im Jahre 1967, wobei er sich vom ersten Tag an vor allem für Blumendekorationen und Arrangements interessierte. Seine großen Fachkenntnisse und sein Engagement führten dazu, dass er bereits nach wenigen Jahren zum Hoflieferanten des königlichen Schlosses ernannt wurde. 1993 öffnete er unter dem Namen Huset Tage Andersen einen größeren Laden, den er als Museum, Galerie und Blumenboutique einrichtete. In den folgenden Jahren wurde er dann mehr und mehr von bedeutenden Gartenanlagen Skandinaviens eingeladen um dekorative Gartenanlagen zu gestalten oder Ausstellungen zu arrangieren.


Seine Ausstellung Kamelia im Palmhuset der Göteborger Gartenvereinigung ist die erste seiner vier Ausstellungen des Jahres 2010. Im Mai wird er auch im deutschen Schloss Hünnefeld seine Ausstellung Barock eröffnen, fast unmittelbar nachdem seine Ausstellung Gunillaberg in den Nordiska Trädgårdar in Stockholm zu Ende geht.


Als Tage Andersen im Jahre 2004 in der Trädgårdsföreningen eine Kamelienausstellung organisierte, konnte er innerhalb von vier Wochen 20.000 Besucher zählen, die sich für seine Kamelienarrangements interessierten. Dieses Jahr könnte diese Zahl noch gesprengt werden, da außerhalb des Palmhusets noch der Winter gastiert und nur die Ausstellung ein Gefühl von Frühling verbreitet.


Die Ausstellung Kamelia von Tage Andersen nimmt über die Hälfte des Göteborger Palmenhauses ein. In fast jedem der Räume dominieren für vier Wochen die verschiedensten Kamelienarten in unterschiedlicher Farbe und unterschiedlicher Größe. Das Arrangement des Gartenkünstlers integriert dabei die anderen Gewächse des Palmhusets, was den verschiedenen Farnen, Palmen und selbst der Korkeiche eine völlig neue Umgebung bereitet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Nouruz im Röhsska Museum in Göteborg


Göteborg Aktuell 11 Mar 2010, 9:44 am CET

Nouruz, das Frühlingsfest und Neujahr im islamischen Raum, hat für zahlreiche Länder, vor allem aber für die persischen Länder, eine große Bedeutung und reicht bis ins erste Jahrhundert vor Christi Geburt zurück. Weltweit feiern an diesen Tag etwa 250 Millionen Menschen die Tag-und-Nacht-Gleiche um den Frühling zu begrüßen und sich vom Winter zu verabschieden.

Das Röhsska Museum in Göteborg nimmt dieses Fest zum Anlass am 13. März eine Ausstellung zum Thema Nouruz (auch Now rooz geschrieben) zu eröffnen. Die Ausstellung Nouruz wird bis zum 18. April offen halten und von zahlreichen anderen Aktivitäten begleitet, unter denen die Märchenstunden mit Sagen und Märchen zu Nouruz, was soviel wie Neuer Tag heißt, vor allem ein junges Publikum anzieht, dem im Röhsska damit eine neue Kultur geöffnet wird.

Die Ausstellung Nouruz, die in Zusammenarbeit zwischen dem Museum, dem ABF (Iranska riksförbundet) und lokalen Vereinen entstanden ist, zeigt während der Ausstellung auch Trachten der persischen, afghanischen und kurdischen Völker und zeigt wie ein traditioneller Festtagstisch bei Nouruz in diesen Ländern aussieht.

Herbert Kårlin

Entrén till Gamle Port i Göteborg


Bilder från Göteborg 10 Mar 2010, 10:15 pm CET


Gamle Port byggdes år 1856 och blev restaurang 1918.
Symbolen över entrén symboliserar Bacchus, vinets gud.


Gamle Port wurde bereits 1956 erbaut und wurde 1918
ein Restaurant. Über dem Eingang findet man Bacchus,
den Gott des Weines, als Symbol.


Gamle Port a été construit en 1856 et devenait restaurant en 1918.
Au-dessus du portail se trouve son symbole, Bacchus, le dieu du vin.


Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Havsdjur, Meerestiere, an der Fassade der Östra Larmgatan in Göteborg


Göteborg - Öffentliche Kunst 10 Mar 2010, 5:25 pm CET


Wer vom Harry Hjörnes Plats Richtung Hauptbahnhof spaziert, findet links, am Ende der Straße, ein neueres Gebäude, das an allen sichtbaren Fassaden mit Emailbildern versehen ist, die Anfangs Amöben darstellen und dann an der Drottninggatan zu Muscheln und anderen havsdjur, Tieren des Meer, werden.

Ursprünglich stand an dieser Stelle das in klassischem Stil erbaute Hotel Haglund, das nun von einem modernen Ziegelbau ersetzt wurde, dessen einziges herausragende Zeichen die strahlenden Emailbilder sind, die man jedoch in der richtigen Reihenfolge, also von Seiten der Östra Larmgatan aus betrachtet werden müssen, damit sie die Entwicklung der Wassertiere erzählen können.

Wie leider sehr oft in Göteborg, findet man am Gebäude keinen Hinweis auf den Künstler der Emailbilder und keines der sehr individuellen Werke ist mit einer Signatur versehen. Auf Grund der Art der Arbeit liegt jedoch nahe, dass es sich beim Künstler um einen Absolventen der HDK, der Hochschule für Design und Kunsthandwerk in Göteborg handelt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Underhåll, die Messe für Wartung, Instandhaltung und Reparatur in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 10 Mar 2010, 3:35 pm CET

Underhåll, wörtlich übersetzt Unterhaltung, ist bei der gleichnamigen Messe in der Svenska Mässan in Göteborg ein weiter Begriff, denn er beinhaltet Wartungsarbeiten, Instandhaltung von Maschinen und Geräten, Rationalisierung, Messtechnik und andere Bereiche, die sowohl Großunternehmen betreffen als auch das kleinste Restaurant oder ein familiäres Bauunternehmen, das umweltfreundlich bauen will. Selbst der Besitzer eines kleinen Häuschen oder der Besitzer einer kleinen Autowerkstatt kann auf der Messe nützliche Informationen finden.


Zahlreiche Stände setzen bei der Messe Underhåll im Jahre 2010 auf „umweltfreundlich“ und „klimaschonend“. Bei einer entsprechenden Fachmesse tragen diese Aussagen weitreichende Folgen, da in fast jedem industriellen Bereich Energie eingespart und die Umweltverschmutzung reduziert werden kann. Die Wahl einer Dichtung kann eine ebenso große Rolle spielen wie der Einsatz modernster Messtechniken und Messgeräten. Allein die Anwendung einer Wärmekamera kann bei der Renovierung eines Hauses sowohl der Umwelt als auch dem Hausbesitzer von Vorteil sein.


Einen wichtigen Beitrag bei der Göteborger Messe Underhåll leistet auch SKF, die an ihrem Stand die Unterschiede zwischen unterschiedlichen Kugellagern erklären, die für die Langlebigkeit eines Maschine, eines Autos und selbst eines Fahrrads von Bedeutung sind. Nur wenige Meter später kann man sich dann über den Einfluss von Schmiermitteln informieren, deren Wahl Kosten sparen kann und die Leistungsfähigkeit jeden Gerätes oder Fahrzeugs erhöht.


Eine besondere Attraktion auf der Messe Underhåll 2010 in Göteborg bildet die transportable Keksfabrik, die 25 Studenten der YK, der schwedischen Berufshochschule Kvalificerad Yrkesutbildning, gemeinsam mit der Unterstützung mehrerer lokalen Unternehmen, gebaut haben und nun in der Messehalle aufgebauten. Die vollautomatisierte Miniaturfabrik in drei Modulen wird von den Studenten während der Messetage aufgebaut und justiert, um anschließend in Schweden als modernes Beispiel "auf Tournee" zu gehen.


Wie bei nahezu jeder Messe in der Svenska Mässan bieten auch während Underhåll einige Unternehmen Informationsvorträge und runde Tische an, die sich alle um Energie, Wartung und Arbeitsoptimierung handeln. Das Grundthema heißt: „Wo es ein Problem gibt, gibt es auch eine Lösung.“ Am Stand der Göteborger Kexfabriken drehen sich die Vorträge selbstverständlich um den Bau, die Möglichkeiten und den Einsatz einer mobilen Keksfabrik.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Neueröffnung des Strippclubs Chat Noir weckt Gefühle in Göteborg


Göteborg Aktuell 10 Mar 2010, 11:15 am CET

Als der Nachtclub Belle, der sich vor allem für die Queer-Kultur in Göteborg einsetzte, von Göteborg keine Schankgenehmigung nach 2 Uhr morgens erhielt, schloss er zu Beginn des Jahres seine Pforten. Nun öffnen die Besitzer des ehemaligen Belle einen Strippclub nahe dem Haga Kirchplatz und wollen auf anspruchsvollen Striptease setzen, auch mit Einschlag der Burleske.

Damit das Lokal die ganze Nacht über öffnen kann, verzichtet es jedoch auf jede Schankgenehmigung und die Gäste müssen sich an Mineralwasser, Fruchtsaft und Dünnbier halten. Laut Mietvertrag und Gesetz sind die Besitzer ebenfalls verpflichtet nur Aktivitäten zu betreiben, die als anständig gelten, was bei weitem über die üblichen, bereits sehr restriktiven Gesetze für entsprechende Unternehmen, hinausgeht. Die Besucher von Chat Noir werden daher wohl kaum eine der Tänzerinnen auch nur leicht berühren können.

All dies beruhigt jedoch die Anwohner des Gebietes wenig, die fürchten, dass sich zukünftig nachts in der Gegend zwielichtige Personen aufhalten werden und die sexuellen Aktivitäten sich eben nur in den nahen Park verlegen werden. Die Tänzerinnen werden hierbei wohl kaum eine Rolle spielen, da die Göteborger Rotlichtzone sich nur wenige hundert Meter von der Chat Noir entfernt befindet. Dass der Kauf von Sex in Schweden bestraft wird, nicht jedoch das Angebot, wird nach Anwohnern diesen illegalen Aktivitäten wohl kaum eine Grenze setzen.

Herbert Kårlin

Lars Gillis och Junggrens café i Göteborg


Bilder från Göteborg 9 Mar 2010, 8:51 pm CET


Muralmålningar av Lars Gillis, som visar flera kända kunder,
finns sedan 1969 på Junggrens café vid Avenyn i Göteborg.


Seit 1969 findet man im Junggrens Café an der Avenyn in
Göteborg Wandmalereien von Lars Gillis, auf denen
mehrere berühmte Kunden abgebildet sind.


Sur les murs du café Junggrens à l'Avenyn de Göteborg
il y a de fresques de Lars Gillis qui montrent
plusieurs visiteurs célèbres du café.


Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Vinden och havet von Uno Lindberg an der Avenyn in Göteborg


Göteborg - Öffentliche Kunst 9 Mar 2010, 8:07 pm CET


Wer die Fassade des Hotels Rubinen an der Göteborger Avenyn etwas genauer betrachtet entdeckt mehrere Fliesenmosaike in Zement, die dem Gebäude einen modernen Eindruck geben. Der Künstler nannte dieses Werk Vinden och havet, der Wind und das Meer.

Wenn man die Mosaike genauer betrachtet, so kann man deutlich die Wogen sehen, die der Sommerwind sachte bewegt, so dass auch Segelboote keinerlei Probleme haben bei der Brise zu segeln. Man darf dabei jedoch nicht vergessen, dass der Künstler ein modernes, abstraktes Werk schaffen wollte und keine bildliche Darstellung.

Uno Lindberg, der im Jahre 1912 in Eskilstuna geboren wurde hat das Werk Vinden och havet 1967 geschaffen, dem Jahrzehnt, in dem Göteborg vermutlich die meisten Kunstwerke erhielt. Uno Lindberg studierte an der Konsthögskolan und arbeitete in mehreren künstlerischen Bereichen. Er war Maler, Bildhauer und schuf einige der bedeutendsten Werke in Glas. Uno Lindbergs Werke findet man heute in mehreren bedeutenden Museen Skandinaviens, wobei mehrere seiner öffentlichen Werke in Göteborg zu betrachten sind.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Ausstellung „Ich will doch nur respektiert werden“ im Världskulturmuseet in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 9 Mar 2010, 5:38 pm CET

Bis August 2010 präsentiert das Världskulturmuseet in Göteborg die Ausstellung Jag vill ju bara ha respekt, ich will doch nur respektiert werden, die vom Polizeimuseum in Stockholm zusammengestellt wurde und das aktuelle Problem jugendlicher Gewalt zeigen soll. Die Ausstellung wurde vor allem mit dem Hintergrund geschaffen, dass jugendliche Gewalt in Schweden ständig zunimmt und man Maßnahmen finden muss, diese Entwicklung zu bremsen.


Die Ausstellung im Weltkulturmuseum in Göteborg zeigt den Aspekt der jugendlichen Gewalt an Hand von Zeitdokumenten und lässt die Jugendlichen und ihre Angehörigen selbst reden, um ein möglichst neutrales Bild der heutigen jugendlichen Gewalt zu zeigen. Die Verantwortlichen der Ausstellung verzichten hier ganz bewusst auf Zahlenmaterial und Interpretation und benutzen Gefühle als Sprache.


Die Ausstellung Jag vill ju bara ha respekt erzählt die Geschichte von Opfern, Tätern, Zeugen, Helfern und Angehörigen und zeigt damit, dass Gewalt nicht nur für das Opfer Folgen hat. Der Besucher findet hier Erzählungen, Aussagen und findet, wenn er die roten Türen eines Metallschranks öffnet, hinter jeder Tür Gegenstände, die bei einer Tat eine wichtige Rolle spielten, wobei die Hintergründe auf der Rückseite der Türen erklärt werden.


Jugendliche Gewalt ist nicht nur handgreiflich, sie beginnt beim Mobbing. Zwei Filmdokumente der Ausstellung schildern zwei Geschichten, die dazu dienen sollen, dass das Thema Mobbing nach Betrachten der Filme in Schulen diskutiert werden soll. Die beiden Dokumente sind jedoch auch ein Aufruf an die Schulen, aktiv Programme gegen Mobbing zu entwickeln, damit jeder Schüler die gleiche Chance bekommt und von allen Seiten den gleichen Respekt erfährt.


Einen bedeutenden Platz nehmen auch drei Fälle von jugendlicher Gewalt ein, die in Schweden über Wochen hinweg Schlagzeilen machten und das Leben für hunderte von Personen beeinflusste und sowohl Angst als auch Unverständnis mit sich führte. Die langsame Aufklärung und eine Verhandlung nach Jahren lassen Verbrechen nicht ruhen, sondern beeinflussen Betroffene manchmal bis zum Tode.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin

Die Wasserleitung in Göteborg, ein langwieriges Problem


Göteborg Aktuell 9 Mar 2010, 2:03 pm CET

Als eine der drei Hauptleitungen der Göteborger Wasserleitung vor wenigen Tagen brach, wurden Keller und Straßen unter Wasser gesetzt. Zahlreiche Haushalte mussten sich mit einem weitaus geringeren Wasserdruck zufrieden geben und lernen mit weniger Wasser auszukommen. Die Reparatur dieses Loches ist bisher nicht abgeschlossen.

Dieses Problem war jedoch nur die Spitze des Eisbergs, denn allein am 8. März begannen weitere zehn kleinere Rohre zu lecken. Seit Weihnachten bedeutet dies, dass das Wassernetz der Stadt bereits rund 200 Lecks aufweist, weitaus mehr als die Hälfte der Anzahl, die sonst während eines ganzen Jahres verzeichnet wird. Aber noch ist der Boden gefroren und der Höhepunkt der Rohrbrüche nicht erreicht.

Die häufigen Rohrbrüche in Göteborg haben mehrere Ursachen. Zum einen fördert der lehmige Untergrund der Stadt Rohrbrüche, da er sich ständig bewegt und sehr frostanfällig ist, zum anderen ist das Rohrsystem hoffnungslos überaltert, und zum dritten stehen dem städtischen Wasserwerk für die Aufrechterhaltung des bestehenden Wassersystems jährlich nur 80 Millionen von den nötigen 145 Millionen Kronen zur Verfügung.

Allein um das aktuelle Wassersystem Göteborgs aufrecht zu halten, müsste sich der Wasserpreis um 50% erhöhen, ein Schritt, vor dem die Stadtverwaltung etwas zurückschreckt, nachdem sich bereits beim Jahrhundertwechsel der Wasserpreis um 50% erhöhte und für viele Bürger bereits die Schmerzgrenze erreicht ist. Das Wasserwerk in Göteborg weiß jedoch, dass die Uhr bereits zu ticken begann und größere Wasserschäden und Wasserengpässe in der Stadt bei der aktuellen Lage nicht zu vermeiden sind, sollte die Stadtverwaltung ihre Politik nicht schnellstmöglich ändern.

Herbert Kårlin

Fontänskål, Brunnenschale, am Vasaplatsen in Göteborg


Göteborg - Öffentliche Kunst 8 Mar 2010, 8:33 pm CET


Am Vasaplatsen in Göteborg findet man eine kleinere, fast unscheinbare Fontäne, die jedoch zu den ältesten Göteborgs gehört und vom Charles Felix Lindbergs Donationsfond finanziert wurde, wobei sie die Gatu- o Vägförvaltningen bereits 1897 am Vasaplatsen errichtete. Bei Arbeiten am Platz wurde sie dann im Jahre 1961 etwas verlagert, blieb jedoch Teil des Vasaplatsen.

Die Brunnenschale wurde aus rotem Granit des Bohuslän geschaffen und poliert, damit die Struktur und die Farbe des Granits besser zum Vorschein kommt. Um das Kunstwerk schätzen zu können, muss man es im Sommer bei Sonneneinstrahlung betrachten, während das Wasser über den Granit läuft. Leider ist über den Künstler, der die 140 Zentimeter hohe Brunnenschale geschaffen hat, nichts bekannt.

Copyright Text und Foto: Herbert Kårlin

Eisfischen im Stora Hamnkanalen in Göteborg


Göteborg, Tag für Tag 8 Mar 2010, 7:01 pm CET

Üblicherweise gehört Eisfischen normalerweise mehr in das nördlichere Schweden, oder zumindest an den Vänern, wo dieser Sport jeden Winter betrieben wird. Der Stora Hamnkanalen in Göteborg hat normalerweise nur eine sehr dünne Eisdecke oder bleibt im Winter ganz ohne Eis, so dass hier Eisfischen nur sehr selten möglich ist und Fischer bis zu 30 Jahren auf eine entsprechende Gelegenheit warten müssen.


Wenn man vom Eisfischen spricht, so meint ein Fischer in der Regel, dass man Flussbarsch und nicht irgendeinen Fisch angelt, obwohl bisweilen auch zwei weitere Fischarten im Winter geangelt werden können. Während wegen der hohen Wasserverschmutzung viele Jahr über weder im Vallgraven noch dem Stora Hamnkanalen Fische zu finden waren oder einen so hohen Giftgehalt aufwiesen, dass sie ungenießbar waren, kann man heute den Göteborger Fisch sogar wieder genießen.


Während das alljährliche Vallgravsmete, der Göteborger Angelwettbewerb, jedes Jahr hunderte von Freizeitanglern anzieht, kann man die Eisfischer, allein schon wegen der tiefen Temperaturen, in der Regel zählen. Meist schließen sich drei bis fünf Fischer zu einer kleinen Gruppe zusammen, die dann auch den notwendigen Eisbohrer gemeinsam benutzt.


Da tragendes Eis in der Regel mindestens 20 Zentimeter dick sein muss, benötigt man für die Löcher einen Eisbohrer, mit dem man mehrere Löcher bohrt bis ein größeres entsteht, das nicht nur die Angelschnur mit Köder durchlässt, sondern es auch erlaubt die Fische dann an Land zu ziehen. Im Gegensatz zu anderen Sportarten wird Eisangeln mit sehr kurzen Angeln von nur etwa 20 Zentimeter Länge betrieben.


Nicht Eingeweihte sprechen in Göteborg beim Eisfischen von pilka, was bei Anglern unter Umständen einen Lachanfall auslöst, da dieser Begriff nur verwendet wird, wenn man auf See und vom Boot aus angelt. Ein Fischer spricht in Schweden beim Eisfischen nur von pimpla, auch wenn das Wort sehr zweideutig ist und gleichzeitig „saufen“ bedeutet.

Copyright Text und Fotos: Herbert Kårlin
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